
Christian Kreis und Peter Berg sind das dynamische Lesebühnenduo. Andreas Mikolajczyk teilt die Saitenhiebe aus. Und ein Gastautor ist Gastautor.
Monatlich an einem Mittwoch findet sie statt: die Hallesche Lesebühne „Kreis mit Berg“. Man hätte sie auch „Berg mit Kreis“ nennen können, so Peter Berg, aber Christian Kreis habe gemeint, „Kreis mit Berg“ würde irgendwie besser klingen. Die beiden Autoren präsentieren dort komische Kolumnen, Kurzgeschichten und Gedichte, frisch vom Schreibtisch auf die Bühne. Ein Gast rundet das literarische Duo zu einem Trio auf. Und Andy M., der ominöse Vierte im Bunde, begleitet mit einem gitarrenähnlichen Zupfinstrument.
Das sagt die „Volksstimme“
Beitrag beim MDR
Aktuell:
Wir freuen uns sehr, dass der Schriftsteller, Lesebühnenautor und Journalist Aron Boks bei uns Gastautor sein wird, der zurzeit auch Stadtschreiber von Halle ist. Thematisch geht es diesmal um „Begegnungen“. Das hat auch mit Aron Boks zu tun, der sich während seines Aufenthalts in Halle mit der Frage beschäftigt, ob es noch genügend Orte der Begegnung gibt, und war früher mehr Lametta Begegnung als heute?
Bei Kreis mit Berg fragen wir uns, ob das Konzept „Begegnung“ nicht auch etwas überbewertet wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass man bei einer „Begegnung“ jemanden trifft, der nicht alle Tassen im Schrank hat, ist bei dieser Bevölkerung einfach sehr hoch. Und ein Autounfall ist ja auch nur eine Begegnung.
Als ich mich noch als Kaffeehausliterat versuchte, bin ich jedenfalls nicht in Cafés gegangen, um jemandem zu begegnen – im schlimmsten Fall jemandem, den ich kenne – sondern um meine Ruhe zu haben.
Auch Peter Berg lebt tagelang sehr glücklich ohne „Begegnungen“. Und wenn er mal jemandem begegnet, freut er sich schon auf den Moment, wenn derjenige wieder weg ist. Ich weiß, wovon ich rede.
Es könnte natürlich sein, dass es Menschen auf der Welt gibt, die andere Bedürfnisse haben als man selbst. Das ist zwar schwer nachvollziehbar, doch es kommt vor. Für die gibt es dann Orte wie diese sogenannten „Begegnungsstätten“. Orte, die ich zum Beispiel meide wie einen aktiven Vulkan, sind „Jugendclubs“. Sicherlich, als 49jähriger sollte man da jetzt sowieso nicht mehr hingehen. Aber auch, wenn man noch das richtige Alter dafür hätte, wäre der Jugendclub das Allerletzte gewesen, wo ich als Jugendlicher freiwillig hingegangen wäre. In diese Kategorie fallen auch „Nachbarschaftstreff, Kirchentag, Oktoberfest“. Muss man echt der Typ dafür sein. Wie Aron eben. Offenherzig, freundlich und den Menschen zugewandt. Wie schafft er das nur? Welche Drogen nimmt er, um das hinzubekommen? Wir werden es herausfinden. Ich hoffe, das klingt jetzt nicht zu schleimig, aber wem wir natürlich gerne begegnen, das seid ihr! Unser Lesebühnenpublikum. Andy M. ist samt Banjo auch wieder aus dem Urlaub zurück. Wenn das mal keine tolle Wiederbegegnung wird.
Christian Kreis
Peter Berg
Andy M.
Und Gast
