
Infamis sind so ein Phänomen des Untergrunds. Kaum einer kennt die Band, doch die, die sie kennen, sind tief bewegt von der musikalischen Weite dieser Berliner Grossstadt Cowboys. Infamis-Musik ist eine Welt zwischen dem Soundtrack eines Spaghetti Westerns und der alptraumhaften Fahrt durch eine elende Metropole. Immer auf der eher dunklen, schweren, melancholischen Seite des Lebens. Diese Band ist nichts für nebenher.
Infamis passt in kein Schema, keine Dudelfunkplaylisten, keine “Deutschland sucht den Superstar”-Landschaft. Doch eigentlich ist es genau das, was ich an dieser Band liebe. Das Anderssein, das Pfeifen auf Trends und Themen, auf Genres und Erwartungen. Infamis ist eine musikalische Welt für sich, die man sich einfach erschliessen muss.
Support: Johnny Zabala aus Berlin
Johnny Zabala lebt und atmet den Blues, nostalgiefrei und unorthodox. Schon lange, gegen jede Mode.Wunderbar trotzig-kratztig-swingend und groovy. Johnny Zabala Blues ist Amerikana von unten. Er gräbt tief, bis unter die Wurzeln, legt sie frei, lässt Luft ran, knurrt seine Worte und stampft den Bühnenboden bis er endlich fest genug ist, um darauf ausgiebig zu blühen und sich zu winden. Sein Gitarrenspiel ist wild, analog, kompromisslos und schön rauh. Delays sind seine Tentakeln im aufgewühlten schlammigen Lebensfluss, seine Lianen im Grossstadtdschungel. Haltet Euch fest und lasst Euch gehen.
Infamis


