
Hans Gastrow gerät als Ingenieur in die technische Aufbruchsstimmung nach dem Ersten Weltkrieg. Sein Automat ISOMA spritzt Plastik, das Material der Zukunft. Seiner Frau möchte er die Poesie der Technik nahebringen. Doch bitter für Vera: Für die Verwirklichung der Pläne geht es in die Provinz nach Zerbst und nach dem Krieg als „lebende Reparation“ für fünf Jahre in die Sowjetunion. Gipfel- und möglicher Wendepunkt seiner Karriere ist 1935 eine Reise in die USA, dort ist man sehr interessiert an dem Experten in seinem Fach und dessen Erfindung.
Simone Trieder erzählt die Geschichte ihres Großvaters, in der sich das wechselreiche politische Geschehen seiner Zeit spiegelt. Ein Roman über eine Utopie im 20. Jahrhundert, in dem sich auch in der Sprache die Poesie der Technik zeigt.
»Zeit trifft auf Familiengeschichte, die kleine auf die große Welt. Erlebtes, Erzähltes und Erahntes gehen eine äußerst lesenswerte Melange ein. Ein besonderes Buch.« Wolfgang Schilling, MDR Kultur (Unter Büchern), 4. Oktober 2024
Der Link zur Wikipedia-Seite:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gastrow_oder_die_Poesie_der_Technik
Es liest: Simone Trieder
Kontrabass: Eugen Rolnik