Heine.Deutschlandmärchen (Deutschland.Triptychon)

Deutschland. Ein Wintermärchen
Deutschland.Triptychon – dreimal Deutschland.
Heinrich Heine. Baal. Marlene Dietrich. Drei deutsche Künstler*innen aus sehr unterschiedlichen Epochen der jüngeren deutschen Geschichte.

Deutschlandmärchen, ein ur-germanisches Roadmovie nach Heinrich Heine.
Eine Reise durch das Herz der Finsternis.

Aus Paris kommend kämpft Heine sich durch den Schlamm der rheinischen Provinz, um in Köln die Gebeine der Heiligen Drei Könige und mit ihnen das Papsttum zu zerschmettern. Er predigt den Wölfen und streitet sich bis aufs Blut mit dem, im Kyffhäuser ausharrenden, Kaiser Barbarossa um die Legalisierung von Cannabis. In Hamburg lässt er sich von seiner alten Mutter bekochen und landet schliesslich sturzbetrunken mit Hammonia, der Schutzpatronin der Hansestadt, die als Sexarbeiterin auf der Reeperbahn ihren Lebensunterhalt verdient, im Bett.

Der leipziger Schauspieler und Musiker Martin Reik performt zusammen mit Theaterlegende Wolfgang Engel einen Text über die Dualität von Nationalismus und Identität.
Geschrieben vom ersten Hedonisten in der deutschen Literatur, einem protestantisch getauften Juden aus Düsseldorf, der vor der rigiden Zensur nach Frankreich fliehen musste, ist „Deutschland, ein Wintermärchen“ noch genau so witzig und teilweise noch genau so aktuell wie am Tage seines Erscheinens.
Reik sitzt am Klavier, singt und spielt Schumann, Rokko Schamoni, Schubert, Tom Waits und Anderes, rezitiert Heine, streitet sich mit seinem Ehemann Wolfgang Engel und diskutiert nebenbei mit dem Publikum über kritisches Deutschsein.
Inszeniert wurde das Stück vom hallenser Schauspieler und Regisseur Florian Krannich.

Gefördert durch die Stadt Halle, das Land Sachsen-Anhalt und Lotto.
Eine Koproduktion mit der Volksbühne am Kaulenberg.