Ahnen sind hipp! Geschichten aus anderen Generationen

Datum/Zeit
Date(s) - Fr, 08.11.2019
19:30 - 21:00

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Im Rahmen von „Ahnen sind hipp! Geschichten aus anderen Generationen:

Angela Baumgart mit ihrem Buch: Ich war ein Nebelkind

Eine Frau um die vierzig gerät beruflich und privat in eine schwere Krise. Sie kann weder lieben noch arbeiten. Sie traut sich kaum noch aus dem Haus. Ängste und Panikattacken werden ihre ständigen Begleiter. Auf der Suche nach Ursachen und Gründen beginnt sie, sich mit ihrer Familiengeschichte zu beschäftigen und enthüllt die traumatischen Erlebnisse ihrer Mutter und Großmutter in den Wirren von Flucht und Vertreibung am Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Aufdeckung und Aufarbeitung der schrecklichen Ereignisse lässt sie den Zusammenhang zu ihren eigenen Lebensschwierigkeiten erkennen. Der mühevolle Erkenntnisprozess führt in winzigen Schritten zur Heilung ihrer Ängste und wirkt sich schließlich positiv auf all ihre Beziehungen, vor allem auf die zu ihrer Tochter aus.
„Ein bekanntes Sprichwort lautet: Ohne Wurzeln keine Flügel. Es drückt das Schicksalsmuster unserer Generation aus. Wir, die wir der mittleren Generation in Deutschland angehören, sind buchstäblich in den Sedimenten von Krieg und Gewalterfahrung groß geworden. Aber alle Autoritäten, unsere Eltern, unsere Lehrer und die Politik, haben in unserer Jugend die kaum überwucherten echten und die ebenso präsenten geistigen Ruinen zu etwas Normalem, Gewöhnlichem erklärt. Zu etwas, das ist, was es ist, und das nicht weiter befragt werden muss. Wer nicht in die Geschichte zurückblicken kann, wird auch seine Zukunft nicht tragfähig gestalten können. Er kennt sich selbst nicht. Wer aber seine Wurzeln nicht kennt, wird auch keine tragfähigen Entscheidungen treffen können, weder persönlich noch im Beruf. Um zu guter Letzt doch noch heil und ganz zu werden, müssen wir uns dem Nebel stellen, der auf unserer Geschichte und unseren Familien liegt.“

Zur Lesereihe: Ahnen sind hipp! Geschichten aus anderen Generationen:

Was haben uns unsere Vorfahren eigentlich so zu erzählen?

Wir reden nur selten über das, was uns alle prägt. Die Vergangenheit unserer Eltern, unserer Großeltern, unserer Vorfahren.
Darunter gibt es natürlich alles, glückliche und unglückliche Liebe, zu wenig und zu viel Zeit, zu wenig und zu viel Geld, Gemeinsamkeit, Einsamkeit.
Natürlich haben die anders gelebt. Natürlich haben die ihr anders geführt als wir heute. Aber das lediglich die Mittel, in denen sich alle unterscheidet. Es gibt auch einiges, was wir gemeinsam haben.
Großeltern, die im Krieg waren und jetzt zwanghaft gehört werden wollen.
Erbstücke, die uns daran erinnern sollen welches Erbe wir tragen.
Geschichten, die, hört man sie erst einmal, plötzlich ziemlich genau erklären, warum wir so sind, wie wir sind. Woher unsere Ängste kommen, unsere Sorgen, woher unsere Vorlieben, unsere Freizeitgestaltung, unser Versuch, etwas zu genügen.
Und diese Geschichten versöhnen. Sie versöhnen mit dem, was war, um sich wieder dem zuwenden zu können, was ist und kommt.

Posten wir unsere Ahnen auf Instagram. Zeigen wir Ihnen woher wir kommen und was uns ausmacht. Einmal angefangen, sich mit den Ahnen zu beschäftigen, finden wir genaue Anhaltspunkte für unsere Abgründe, unsere Sehnsüchte, und auch das, was wir nie wahrhaben wollten.
Und schließlich lässt sich vielleicht erkennen, ob wir uns ähnlich sind oder nicht. Ob wir ähnlich Ängste, Nöte und Wünsche haben.
Gehen wir gemeinsam einen Schritt zurück, damit wir genauer wissen, die nächsten Schritte vorwärts sicherer zu betreten sind.

Viele Menschen haben Vorfahren, das ist klar. Also alle. Aber nur wenige wissen etwas über die Vergangenheit ihrer Ahnen, deren Geschichten, ihre Verbrechen, Verrücktheiten, Erfolge, Schicksale.
Mein Opa war Hochverräter, meine Oma Flüchtling. Unter meinen Vorfahren war eine Prostituierte, und einen Landgasthof Schütte gibt es seit über 550 Jahren.

Unsere Ahnen sind der Hammer, da ist alles vertreten! Also wird ihnen an diesem Abend wieder Leben eingehaucht. Geschichten werden erzählt, auch um Neue zu sammeln.

Das ist alles wahr. Und so verrückt, dass es auf eine Bühne gehört. Dies ist eine Spielreihe über Ahnen. Eine Serie in die Vergangenheit.

Ich finde: Wir erinnern uns zu wenig an das Vergangene, was sich auch greifen lässt. Nicht die Geschichtsbücher, unser ganz persönliches warum-bin-ich-eigentlich-hier?
Meine Ahnen antworten mir: Wenn du das aushältst. Mach ruhig.
Ahnen sind hipp!

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